Handball 1. Damen
WAZ: Drei Spiele in sieben Tagen: Knackiger Verbandsliga-Start für TuS Bommern
WAZ. Nach dem Abstieg aus der Oberliga muss sich das Damen-Team des TuS Bommern neu aufstellen. Worin der Wittener Trainer einen großen Trumpf in seinem Kader sieht.
Lange mussten sie warten, bis es wieder losgeht: Die Handballfrauen des TuS Bommern stehen vor ihrer ersten Saison nach dem Abstieg aus der Oberliga. Am Sonntag (16 Uhr; Sportzentrum am Bommerfelder Ring) spielt die Mannschaft von Trainer Sebastian Razeng gegen VTV Freier Grund. Gibt‘s da gleich mal Grund zum Feiern?
„Also die Leistungen zuletzt in den Testspielen waren ganz gut, da bin ich guter Dinge. Die Vorbereitung lief insgesamt ordentlich - bis auf die üblichen Probleme, dass oft Leute fehlten wegen ihrer Urlaube“, so Razeng. An viele neue Gesichter musste sich der Bommeraner Coach, der weiterhin parallel auch das zweite Herren-Team der Grün-Weißen betreut, im Sommer nicht gewöhnen. „Unser Kader blieb ja fast komplett zusammen, das ist auf jeden Fall eine gute Basis. Ganz gut auch für mich als Trainer, dass man jetzt 16 Spielerinnen pro Partie aufbieten kann“ - so komme er selten in die Zwickmühle, überzählige Akteurinnen außen vor zu lassen.
Ganz bewusst habe er sich in der Vorbereitung dazu entschieden, Tests gegen höherklassige Mannschaften (u. a. Teutonia Riemke oder TuS Volmetal) zu bestreiten. „Und selbst da haben wir ganz gut ausgesehen - zumindest über weite Strecken. Die Defensive stand richtig gut, das ist die Voraussetzung für unsere Spielweise“, sagt Razeng. Dass er vor allem auf für diese Spielklasse gleich drei exzellente Torfrauen setzen kann, dass sei schon ein gehöriges Pfund, mit dem der TuS Bommern wuchern könne. „Auch wenn nicht immer alle drei mit im Kader stehen werden“, schränkt der Coach ein. Das eine oder andere Talent aus der zweiten Mannschaft oder aus der A-Jugend schnuppere im Training auch schon mal rein, könne sich bei ihm empfehlen.
Dass es jetzt keinen Oberliga-Handball für die Bommeraner Frauen mehr gebe, das sieht Razeng ganz entspannt. „Ich finde das nicht verkehrt für unsere Mannschaft, denn in der Oberliga gab‘s zuletzt ja gar keine Siege mehr - das kratzt schon enorm am Selbstbewusstsein. Es ist deprimierend, selbst gegen schwächere Teams nicht gewinnen zu können.“ In der neuen sportlichen Umgebung werde sich die TuS-Sieben erstmal zurechtfinden müssen. „Aber wenn wir hinten gut stehen und dann unseren Stiefel spielen, sollten wir gute Karten haben. Wir haben für alles Lösungen, wenn auch nicht immer Wunschlösungen“, flachst Razeng. Der ganz pragmatisch ergänzt: „Gewinnen macht Spaß - das muss jetzt vor allem in die Köpfe rein.“
Am Sonntag schaut mit dem VTV Freier Grund gleich ein guter Bekannter vorbei, der Mitabsteiger aus der Oberliga. „Da wissen wir ja, was uns erwartet. Die sind vor allem in der Abwehr schwer zu bespielen.“ Gut für die TuS-Frauen: Der Kader ist beinahe komplett beisammen, nur Rabea Striebeck stehe nicht zur Verfügung. Und Josefine Bernstein kränkelt bereits die gesamte Woche über - am Donnerstag im Training unternimmt sie einen ersten Test. Im Übrigen stehen für Bommern jetzt gleich drei Partien in sieben Tagen an: Am Mittwoch (19.30 Uhr) geht‘s zur SGH Unna-Massen, am nächsten Samstag (17.30 Uhr) kommt die HSG Hohenlimburg.
WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz










